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Zahnästhetik heute – Schöne Zähne durch Implantate, Veneers und Bleaching

Optimale Implantate, Veneers (Keramik-Verblendschalen), Bleachings und Zahnfleischkorrekturen:
Die ästhetische Dentalmedizin kommt immer mehr in Mode.
Gepfleget und weisse Zähne sind inzwischen zu einem entscheidenden Kriterium dafür geworden, ob jemand als positiv und sympathisch empfunden wird und ob er beruflichen Erfolg hat. Entsprechend vielfältig ist das Behandlungsspektrum: Aufhellungsmethoden, Stellungskorrekturen und Zahnfleischoperationen - für ein schöneres Lächeln werden alle Möglichkeiten der modernen Dentalmedizin genutzt.

Zahnästhetik durch Implantologie

Implantologie ist der größte Wachstumsbereich der Zahnheilkunde. Im vergangenen Jahr setzten Fachleute in Deutschland rund 450 000 künstliche Zahnwurzeln ein, die als Basis für einzelne Zähne, als Anker für Brücken und fest sitzende oder herausnehmbare Prothesen dienen. Die Zufriedenheit mit der Methode ist beachtlich: Laut einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Implantologie würden über 90 Prozent der befragten Patienten die Operation weiterempfehlen oder sich selbst noch einmal einer solchen unterziehen.
Bei dem Eingriff wird unter örtlicher Betäubung im Kiefer ein so genanntes Bett für die künstliche Wurzeln bereitet, wo die acht bis 16 Millimeter lange und drei bis sechs Millimeter breite Schraube mit dem Gewebe verwächst. Während bisher meist Titan verwendet wurde, bestehen die neuen Keramikimplantatsysteme aus dem weißen Werkstoff Zirkonoxid. Diese kommen auch für Menschen mit einer Metallallergie in Frage, die früher zwangsläufig Prothesen tragen mussten. Außerdem ist das neue Material extrem stabil und bruchfest und hält stärksten Kaubelastungen stand. Qualität der vorhandenen Knochensubstanz ab. Aber auch persönliche Faktoren spielen eine Rolle. Raucher müssen von einem drei- bis fünffach höheren Risiko ausgehen, in der Einheilphase ihr Implantat zu verlieren. Auch Stoffwechselkrankheiten können die Erfolgsrater schmälern. Je nach System kostet ein Einzelzahn inklusive Ersatzmodell zwischen 1500 und 3000 Euro – auch Zahnästhetik hat seinen Preis.

Die Innovation in der Zahnästhetik: Wiederaufbau des Kieferknochens

Der Wiederaufbau des Kieferknochens ist eine weitere Innovation im Bereich der Zahnästhetik/Implantologie. Fehlt ein Zahn, bildet sich der darunterliegende Knochen wegen der fehlenden Zugkraft schnell zurück - neu eingefügte Zähne finden keinen Halt mehr. Mit Hilfe des "Tissue Engineering" lässt sich nun Abhilfe schaffen: Unter örtlicher Betäubung wird mit einem kleinen Schnitt durchs Zahnfleisch ein etwa ein Quadratzentimeter großes und ein Millimeter dünnes Stück Knochenhaut aus dem Kiefer entnommen. Mit Eigenblut des Patienten wird daraus im Labor Knochengewebe gezüchtet, das in fünf bis acht Wochen zu Chips mit etwa 1,5 Millionen vitalen Zellen heranwächst. Wieder in den Kiefer gepflanzt, verwachsen diese Stücke in etwa vier Monaten mit dem Knochen. In der ersten Zeit ist das Gewebe zwar noch empfindlich, danach können aber auch künstliche Implantate problemlos eingesetzt werden. Kosten: 1000 bis 2000 Euro.

Zahnästhetik im Alter

Mit zunehmendem Alter verändern sich die Zähne auch optisch. Sie erscheinen dunkler, weil der Schmelz allmählich an Wasser verliert und zudem dünner wird, was ihn transparenter macht und das darunterliegende Dentin durchscheinen lässt. Außerdem lagern sich Farbpigmente von Nahrungsmitteln und Getränken wie Rotwein, Kaffee oder Tee ab. Starke Raucher kämpfen zusätzlich mit Nikotingilb. Das "In-office-Bleaching" beim Experten erlebte in den letzten zwei Jahren einen sensationellen Boom. Beim neuen "Laser-Bleaching" wird anstelle der bisher verwendeten Polymerisationslampe zur Beschleunigung des Bleichungsprozesses mit gebündeltem Licht gearbeitet - ein Verfahren, das wegen der geringen Wärmeentwicklung als sehr schonend gilt. Viele Dentisten bleiben jedoch in diesem Bereich der Zahnästhetik weiterhin beim bewährten "BriteSmile-System", mit dem sich die Zähne in nur einer de um bis zu neun Schattierungen aufhellen lassen. Hintergrund dafür ist, dass es bei der neuen Methode zu kleinen Unregelmäßigkeiten kommen kann, wenn der Laser unterschiedlich lange auf den Zähnen verweilt. Die Bleichwirkung erstreckt sich meist sowieso nur auf die eigene Zahnsubstanz, Kronen und weiße Füllungen bleiben von der Tiefenreinigung weitgehend unberührt. Nach dem Bleaching heben sie sich deshalb häufig auffallend dunkel ab. Alte Inlays müssen notfalls dem neuen Weiß des natürlichen Zahnbestands angeglichen werden. Die Kosten beim Bleachingverfahren betragen zwischen 700 und 900 Euro pro Sitzung.

Zahnästhetik durch Veneers

Ist das Lächeln durch leichte Fehlstellungen, Zahnlücken, abgebrochene Ecken oder starke Verfärbungen entstellt, sind keramische Veneers die optimale Lösung. Die hauchdünnen Schalen werden passgenau angefertigt und auf die Zähne geklebt. Der Vorteil: Durch diese Methode geht wesentlich weniger Gewebe verloren als mit einer Vollkeramikkrone, bei der bisher bis zu fünfzig Prozent der Zahnsubstanz entfernt werden mussten. Bei jeder zahnästhetischen Behandlung sollte die Erhaltung des Gebisses im Vordergrund stehen, denn die Lebensdauer eines stark behandelten Zahns ist immer kürzer als die eines gesunden. Beim Veneer-Verfahren muss die Zahnoberfläche hingegen nur um 0,7 Millimeter angeschliffen werden. Durch einen Spezialkleber sowie regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt und eine professionelle Reinigung ist ein Halt von zehn bis fünfzehn Jahren gewährleistet. Nur chronisches Zähneknirschen oder Bleistiftkauen kann dem "Verputz" dann noch gefährlich werden. Die Kosten liegen zwischen 700 und 1000 Euro pro Zahn.

Zahnästhetik durch Brackets

Zu weit auseinander oder schief stehende Zähne können heute in jedem Alter korrigiert werden. Der Patient sollte sich jedoch nicht von einem herkömmlichen Zahnarzt, sondern von einem Spezialisten behandeln lassen. Es sind viel effektivere und vor allem dauerhaftere Methoden als noch vor zehn Jahren bekannt. Meist raten Experte ihre Kunden zu "Brackets", die an die Zähne geschraubt werden. Diese Zahnspangen werden früher oder später durch transparente und damit so gut wie unsichtbare "Invisalign" - Schienen ersetzt. Normalerweise ist mit neun bis achtzehn Monaten Tragzeit zu rechnen. Damit die neue Zahnstellung dauerhaft erhalten bleibt, sollte die zuletzt angepasste Schiene nach Abschluss der Therapie noch ein- bis zweimal pro Woche über Nacht getragen werden. Bei gravierenden Ausgangsproblemen allerdings auch ein Leben lang. Die Kosten betragen zwischen 3000 und 4000 Euro für eine zweijährige Behandlung – solche Brackets sind neu im Bereich der Zahnästhetik und aus diesem Grund auch nicht gerade billig.

Rot-Weiß-Zahnästhetik

Für einen ansprechenden Gesamteindruck ist auch das Verhältnis der Zähne zum Zahnfleisch ausschlaggebend. Fachleute aus dem Bereich der Zahnästhetik sprechen hier von der Rot-Weiß-Ästhetik und meinen damit, dass ein Zuviel an Zahnfleisch die Zähne wie Stummel aussehen lässt - im Englischen nennt man das treffend "gummy smile". Bei einem Zuwenig scheinen die Zähne kaum noch Halt zu finden und werden unweigerlich mit fortgeschrittenem Alter assoziiert. Auslöser für den Schwund sind wiederholt auftretende Zahnfleischentzündungen oder eine falsche Putztechnik. In letzterem Fall empfiehlt sich eine elektrische Zahnbürste, da ihre Bewegungen wesentlich schonender sind. Soll das Zahnfleisch gekürzt werden, wird erst einmal ermittelt, wo sich der Übergang von der Zahnkrone zur Wurzel, die "Schmelz-Zementgrenze" befindet. Mittels Laser oder Skalpell wird dieser Teil der Krone freigelegt. Das härt sich schlimm an, ist aber absolut schmerzlos. Bei zu wenig Zahnfleisch wird "geliftet": Das Zahnfleisch wird einfach hoch- beziehungsweise heruntergezogen, oder es wird Gewebe aus dem Gaumen entnommen und versetzt. Nun benötigt es mindestens vier Wochen, um zu heilen, und die Narbe darf in dieser Zeit nicht mechanisch irritiert werden: das heißt nichts Festes abbeißen und eine spezielle Mundspülung mit Chlorhexidin verwenden. Bislang liegen die Kosten zwischen 500 und 2000 Euro.

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