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Zahnimplantate, Implantate
Spricht man von Implantaten
meint man künstliche Materialien, welche für einen
begrenzten Zeitraum oder permanent in den Körper eingepflanzt
werden. Dies geschieht meist in der Absicht, einen fehlenden
Bestandteil, wie z.B. Organe oder Körperteile, zu ersetzen
oder zu reparieren. Zahnimplantate sind demzufolge künstliche
Zahnwurzeln, die durch ein spezielles Verfahren in den Kiefer
eingesetzt werden. Im Allgemeinen gibt es sowohl medizinische, wie auch
plastische und funktionelle Implantate. Zahnimplantate
gehören meist zu den plastischen Implantaten, da sie nicht
unbedingt lebensnotwendig sind, jedoch aus funktionellen
Gründen gerne verwendet werden.
Medizinische Implantate
Medizinische Implantate
ersetzen oder unterstützen lebensnotwendige
Körperfunktionen. Dazu gehören u.a. Herzimplantate,
Herzschrittmacher, Hirnschrittmacher, Befestigungsanker für
Gebisse. Auch können sie eingesetzt werden, um gebrochene
Knochen zu stützen bis der Heilungsprozess abgeschlossen ist
oder Gelenke zu ersetzen. Auch der Schwellkörper kann durch
ein Implantat ersetzt werden. Immer häufiger greifen auch
Frauen in Sachen Schwangerschaftsverhütung auf Implantate
zurück. Diese meist in den Oberarm eingepflanzten
Stäbchen geben konstant einen Arzneistoff ab, der eine
Schwangerschaft – ähnlich der Pille –
verhindern kann.
Plastische Implantate
Diese Art von Implantaten
werden in der plastischen Chirurgie eingesetzt. Ein Großteil
der Eingriffe findet aus schönheitsästhetischen
Gründen statt (wie zum Beispiel
Brustvergößerungen) und sind nicht medizinisch
notwendig. Daneben gibt es natürlich auch
Schönheitsoperationen, die medizinisch durchaus ratsam sind,
z.B. bei Verbrennungen. Sie sind in sofern medizinisch notwendig, als
daß die Psyche des Patienten stark durch Entstellungen
belastet werden kann. Dies kann natürlich auch im Falle von
Zahnimplantaten der Fall sein.
Meist spielt hier jedoch der ästhetische Faktor eine
Hauptrolle. Viele Menschen sind mit ihren Zähnen nicht
zufrieden, weil sie nicht schön genug bzw. strahlend
weiß sind, oder aber weil es in ihrer Kindheit zu nicht
korrigierbaren oder korrigierten Fehlstellungen gekommen ist, die ihnen
die Lebensfreude rauben. In der heutigen oft oberflächlichen
Gesellschaft, in der Aussehen oft mehr zählt, als Intelligenz
oder Fähigkeiten, ist es deshalb zu einem rapiden Anstieg im
Einsatz von Zahnimplantaten gekommen.
Diese Zahnimplantate bestehen aus künstlichen Zahnwurzeln aus
Titan, welche in den Kieferknochen eingesetzt werden. In einem Zeitraum
von ca. 3-6 Monaten verschmelzen diese künstlichen Zahnwurzeln
mit der umliegenden Knochenmasse. Die Implantate dienen dazu fehlende
Zähne durch fast unsichtbare Kronen zu ersetzen oder Prothesen
zu einem fantastischen Halt zu verhelfen.
Das Einpflanzen solcher Zahnimplantate geht folgendermaßen
vonstatten: In den Kieferknochen wird an einer Stelle, an der seit
längerem kein Zahn mehr sitzt, ein Loch gebohrt. Dabei
muß der behandelnde Zahnarzt große Vorsicht walten
lassen, denn es muß auf jeden Fall vermieden werden,
daß kritische Stellen (besonders der alveolare Nerv) keinen
Schaden nehmen. Dieses Loch wird dann durch die Verwendung von
größer werdenden Bohrern geweitet, bis das
Zahnimplantat eingeschraubt werden kann. Beim Ausweiten des Loches
muß man die Temperatur des betroffenen Knochens stets mit
Kochsalzlösung kühlen, sodaß er sich nicht
über 47°C erhitzt. Ansonsten werden die Zellen
geschädigt, die später für ein Verwachsen
des Implantats mit dem Knochen sorgen. Nach diesem Eingriff wird eine
schützende Schraube auf das Implantat gedreht, um die Stelle
für die nächsten Monate zu schützen. Nur so
kann der Verwachsungsprozeß ungehindert ablaufen. Ist dieser
Moment erreicht, wird eine Krone auf das Implantat gesetzt, die das
Zahnfleisch in die angemessene Form bringt, um später einen
authentischen künstlichen Zahn einzusetzen. Nur so kann
dafür garantiert werden, daß das Zahnimplantat
später nicht auffällt.
Möchte man Zeit einsparen, kann man Zahnimplantate auch an
Stellen im Kiefer anbringen, an denen man erst kurz vorher einen Zahn
entfernt hat. Dies hat den Vorteil, daß in manchen
Fällen das Zahnfleisch noch die Form hat, die ein authentisch
aussehender Zahn benötigt um fest und ohne zu stören
im Mund zu sitzen.
Funktionelle Implantate
Funktionelle Implantate
dienen der Überwachung von Lebewesen durch das Einpflanzen von
RFID-Chips unter die Haut. Diese finden natürlich in der
Zahnmedizin keine Anwendung.
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